Meditation: Mehr als nur ein Mittel

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Einführung in die Meditation

Meditation: Mehr als nur ein Mittel

Wie bereits im vorherigen Artikel erwähnt, lässt sich der Ursprung des alltäglichen Leidens im nie pausiertem Gedankenstrom des Menschen wiederfinden. Die Gedanken malen uns eine Welt voller Leid und Gefahren, in welcher wir alles Hauptroller immer mit dem schlimmsten rechnen müssen. Erwartungen werden meist negativ gehalten und selbst das Vertrauen in sich oder andere nimmt stetig ab. Aber natürlich besitzen wir auch eine Traumvorstellung von unserem Leben. Diese ist jedoch meist so perfektioniert, dass die an sich selbst gerichteten Erwartungen kaum erfüllt werden können.

 

Man könnte dies auch als eine Art Kreislauf betrachten, wobei man ständiger Manipulation ausgesetzt wird. In diesem Fall heißt der Manipulator „wirres und ununterbrochenes Denken“

Die Devise lautet: Erschaffe Distanz zwischen dir und deinen Gedanken! Und gehe der Identifikation mit ihnen aus dem Weg!

 

Die Kunst der Achtsamkeit ist in diesem Fall ein Lösungsweg. Wobei man sie nicht als reine Lösung von Problemen sehen sollte, sondern als einen erstrebenswerten langanhaltenden Bewusstseinszustand.

 

Achtsamkeit definiert einen Bewusstseinszustand, in welchem der Praktizierende eine konzentrierte Wahrnehmung der Gegenwart erfährt. Seine Gedanken lassen sich nicht von Zukunft und Vergangenheit mitreisen, sondern reduzieren sich rein auf die freundliche und mitfühlende Annahme des Augenblicks, im Hier und Jetzt. Der gegenwärtigen Situation liegt eine objektive Betrachtung zu Füßen und somit entsteht ein Raum ohne Wertung und Voreingenommenheit.

 

Innere gedankliche Ablaufe können vom Praktizierenden durch die bestehende Ruhe besser erkannt und genauer betrachtet werden. Dies führt zu einem Verständnis und einer besseren Sortierung der eigenen Gefühlsstrukturen. Aufgrund dessen, dass eine grundlegende Ruhe in dem wirren Gedankenprozess auftritt und die verschleiernden Gedankenfäden sich allmählich langsam auflösen, kommt die wahre Natur des Geistes zum Vorschein. Sie ist rein und unschuldig. Sie ist ganz und vollkommen.

 

Eine Möglichkeit in diesen Zustand der Achtsamkeit überzugehen erfolgt über die Praxis der Meditation. Es gibt zahlreiche Meditationsmethoden die uns in einen Zustand der Achtsamkeit bringen können und somit unseren Geist freistellen und beruhigen. Viele denken wohlmöglich gleich sofort an Buddhismus, Yoga oder Hinduismus. Aber Meditation ist nicht nur Religion, sie ist auch wissenschaftlich belegbar bzw. ihre Wirkungen. Einige Wirkungen sind kurzfristig, andere sind hingegen erst über eine lange Praxisausführung zu erzielen.

 

Dennoch sollte die resultierende Wirkung nicht als Hauptgrund/Zweck der Meditation angesehen werden. Denn der Zweck liegt allein in der Meditation, dem Zustand des Seins. Stellt man allerdings den Gewinn den man erzielen kann über die Meditation selbst, kommt es vor, dass man den angestrebten Zustand nicht vollkommend erreicht. Man kann sich das so vorstellen, dass dann der Gedanke an den zukünftigen Mehrwert zum Mittelpunkt der Meditation wird. Somit wird der Bewusstseinszustand der Achtsamkeit durch diesen Zukunftsgedanken verschleiert.

 

 

    -Im Zustand des reinen Seins gibt es keinen Platz für das Streben nach zukünftiger Bereicherung-

 

 

Du bist dir natürlich über die Wirkungen  der Meditation bewusst und vielleicht ist es auch dein Grund mit der Meditation anzufangen, aber dennoch solltest du versuchen, dich nicht von diesem Gedanken einnehmen zulassen.  Im Laufe der Zeit wirst du merken, dass deine Motivation zum Meditieren einen viel tieferen Grund aufweist, als das pure Streben nach Wirkung und Bereicherung. -)

 

 

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